Unsere Philosophie

Eltern und Familien sind die Expert:innen für ihre Alltag und ihre Ziele, wir stehen als Expert:innen für den Umgang mit psychischen Störungen einzeln und in Familien zur Verfügung und haben viel Erfahrungen mit Beziehungen und Entwicklung. Wir bieten kein einfaches „Rezept“ an, sondern entwickeln mit Eltern und Kindern gemeinsam passende Lösungen und helfen beim Ausprobieren und Umsetzen. Die Kräfte, Fähigkeiten und Ressourcen, die Eltern und Kinder dazu brauchen, sind meist schon vorhanden und können wiedergefunden, weiterentwickelt und ausgebaut werden. 

Das FaTZ bietet mit einem multiprofessionellen Team eine multimodale teilstationäre kinder- und jugendpsychiatrische und erwachsenenpsychiatrische Therapie in einem familienpsychiatrischen Setting an.

Die Grundprinzipien der Therapie sind Bindungsförderung, Mentalisierungsförderung und systemische Sichtweise. Im Einzelsetting für Eltern oder Kinder, Eltern-Kind-Setting, Gruppen- oder Multifamiliensetting werden vielfältige, aufeinander abgestimmte Therapiebausteine auf der Grundlage von tiefenpsychologisch orientierter Therapie, Verhaltenstherapie und Systemischer Therapie (Richtlinienverfahren) angeboten: Bindungsorientierte Einzeltherapie, systemische Familien-Therapie, Multifamilientherapie, Achtsamkeits- und Fertigkeiten-Training, Körpertherapie, Ergo-, Kreativ- und Bewegungstherapie, Videointeraktionstherapie, Yoga, angeleitetes Spiel, Elterncoaching und Erlebnispädagogische Interventionen.

Zentraler Ansatz der Therapie ist dabei, die Eltern zu stärken, ihre Ressourcen besser zu nutzen und ihnen im Sinne der Bindungstheorie als therapeutisches Team modellhaft eine „sichere Basis“ für positive Entwicklung und eine gute Beziehung zu ihrem Kind zur Verfügung zu stellen.

Störungen von Eltern und Kind(ern) werden zugleich leitliniengerecht multimodal behandelt. Das Therapiekonzept zeichnet sich durch eine sehr hohe Therapiedichte aus (etwa jeweils 30-55 Therapieeinheiten pro Woche für Kinder und Eltern, dabei entspricht eine Einheit für Erwachsene 25 Minuten und eine Einheit Kind entspricht 15 Minuten).

Als Familie zusammenwachsen

Kinder und Eltern wollen in der Regel, dass es allen in der Familie gutgeht, auch wenn es manchmal nicht so scheint! Wie es Familienmitgliedern geht und was sie tun oder nicht tun, bedingt sich oft wechselseitig auf komplexe Weise – es lassen sich fast nie einfache „Ursachen“ finden. Schwierigkeiten und Konflikte können sich im Sinne von „Teufelskreisen“ verselbständigen und weiter verstärken, daraus können aber auch wieder „Engelskreise“ werden.

Eltern sind für uns nicht das Problem, sondern oft die wichtigste Kraft und Ressource für ihre Kinder und oft ein Schlüssel zur Lösung. Kinder sind für uns nicht das Problem, sondern versuchen in der Regel, auf ihre Weise zu kooperieren. In ihrem Inneren haben sie oft ein großes Wissen und Verständnis bzgl. der Familie, das sehr hilfreich sein kann.

Im Alltag in unserer Tagesklinik sind Eltern in erster Linie zuständig für ihre Kinder. Bei Schwierigkeiten oder Konflikten begleiten wir gern und laden ein, Neues auszuprobieren.

Dieses „Live-Coaching“ in der Eltern-Kind-Interaktion wird ergänzt durch eine Reflexion darüber in verschiedenen Therapiebausteinen. Wir arbeiten transparent wohlwollend, indem wir unsere Hypothesen, Einschätzungen, Fragen und Ideen mit Eltern und Kindern teilen.

Was im FaTZ anders ist

Der Behandlungsfokus im FaTZ für ein Eltern-Kind-Paar bzw. eine Familie ist dreigeteilt und liegt auf der Erkrankung des Elternteils, der Erkrankung des Kindes und intensiv auf der Interaktion, Beziehung und Bindung.

Psychisch kranke Kinder, insbesondere wenn eine Bindungsstörung als Diagnose oder subklinisch eine gestörte Bindung besteht, haben häufig Eltern, die ebenfalls psychisch krank sind.

Bindungstraumata werden, wahrscheinlich u.a. über eine (zumindest zeitweise) gestörte Fähigkeit der Eltern, sich ins Denken und Fühlen ihrer Kinder hineinzuversetzen („gestörte Mentalisierung“) oft transgenerational weitergegeben. Eine solche Konstellation geht sehr häufig mit „parentaler Hilflosigkeit“ einher, d.h. Eltern erleben sich in ihrer Elternrolle als wenig wirksam und fühlen sich hilflos. Dadurch stehen sie für ihr Kind nicht mehr uneingeschränkt als sicherer Bezugs- und Orientierungspunkt zur Verfügung, was die Verhaltensschwierigkeiten beim Kind verstärkt. Dies trägt zur Aufrechterhaltung der psychischen Störungen bei Eltern und Kind bei.

In herkömmlichen Settings wird der Erfolg therapeutischer Interventionen bei Säuglingen und Kindern bis ins frühe Schulalter daher oft durch psychische Störungen der Eltern limitiert. Bindungssicherheit lässt sich durch therapeutische Interventionen verbessern, und eine sichere Bindung ist einer der wichtigsten protektiven Faktoren für eine gesunde psychische Entwicklung.

Rückmeldungen von Patienten

Weiteres Patienten-Feedback finden Sie hier.

Nach einer schweren psychischen Erkrankung meines Mannes entwickelte unsere ältere Tochter (10) eine starke Angststörung mit großen Schlafschwierigkeiten. […] Von den Mitarbeitern wurden wir in einer sehr zugewandten und positiven Art und Weise dort abgeholt, wo wir in dieser schweren Phase standen. So konnten meine Hilflosigkeit und Verzweiflung langsam einer neuen Hoffnung weichen. Nach insgesamt 19 Wochen Aufenthalt im FaTZ mit meinen beiden Töchtern kann ich nur höchstes Lob für das professionelle Konzept und das große Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters aussprechen.

Familie Y.

Der viermonatige Aufenthalt im FaTZ hat mir nicht nur buchstäblich das Leben gerettet, sondern meinem Mann, meinem Sohn und mir einen erfüllenden Start in unser Familienleben ermöglicht. Als ich im Zuge einer akuten postpartalen Depression mit meinem damals erst dreiwöchigen Sohn ins FaTZ aufgenommen wurde, stand ich vor Erschöpfung und Verzweiflung völlig neben mir. Durch die kompetente, behutsame und liebevolle Begleitung des gesamten FaTZ-Teams und den intensiven Austausch mit den anderen Familien konnte ich mich in die Mutterrolle einfinden und eine innige Bindung zu meinem Kind aufbauen. Die im FaTZ erlernten Strategien zur Durchbrechung ungesunder Denk- und Handlungsmuster, die mich bis heute im Familienalltag begleiten. Wir sind dem FaTZ in allergrößter Dankbarkeit verbunden.

Frau K.
 

Der Aufenthalt im FaTZ hat mir und meiner Familie im Rahmen einer akuten Krise sehr geholfen. Das gesamte Team arbeitet höchst professionell und dabei ausgesprochen zugewandt. Das Miteinander mit anderen, zum Teil ganz unterschiedlichen, Familien und deren Bedürfnissen war lehrreich und heilsam zugleich. Alle Familien, die ich während meiner Zeit dort kennengelernt habe, haben im FaTZ kompetente Hilfe erfahren. Das FaTZ ist tatsächlich ein Ort der psychischen Genesung und des achtsamen Miteinanders. Ein großes Dankeschön hierfür!

Familie S.

Also ich kann diese Klinik nur jedem empfehlen!
Es war für mich und meinen Sohn genau die richtige Therapieform. Wir fühlten uns hier sehr wohl. Das ganze FaTZ-Team ist supernett, und absolut herzlich. Von Fitness und Yoga über Handwerkskunst, Einzeltherapie, Gruppentherapien und Körpertherapie wird hier ganz viel geboten. Auch ein Lob an die netten Damen in der Verwaltung. Man kann mit jedem Anliegen kommen, auch lange nach dem Aufenthalt. Bleibt so toll! 

Familie M.

Kontakt

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